Vorlesung "Management von Familienunternehmen"

Zunehmend bauen wir unser spezifisches Lehrangebot zum Management von Familienunternehmen in Bachelor- und Masterstudiengängen an der HSBA aus. Neben grundlegenden Besonderheiten dieser Unternehmensgruppe werden spezifische Fragestellungen, wie etwa Nachfolgeprozesse, diskutiert. Unternehmensbesuche und Praktiker-Vorträge bereichern die Veranstaltungen und schaffen einen guten Bezug zur Praxis.


Die Teilnehmer der Bachelor-Vorlesung
beim Unternehmensbesuch.

“Sehr tiefe und spannende Einblicke! Danke!”

“Besonders gut haben mir die Diskussionen im Kurs gefallen.”

“Sehr interessante Gastreferenten und Exkursion.”


Exkursion Familienunternehmen

Regelmäßig bietet das IMF Exkursionen für Studierende der HSBA an. Ziel ist es, die familienunternehmerische Praxis im Ausland näher kennen zu lernen und zu erleben – so etwa in den USA oder in Italien.


Thesis Award

Das Institut für Mittelstand und Familienunternehmen und seine Partner verleihen den mit 1.000€ dotierten Preis für exzellente Bachelor- und Masterarbeiten.

Trotz ihrer überragenden volkswirtschaftlichen Bedeutung sind mittelständische und insbesondere Familienunternehmen oft nicht oder unzureichend im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung, und auch die Forschung steht noch in ihren Anfängen. Mit der Verleihung des IMF Thesis Awards würdigt das IMF Abschlussarbeiten, die auf besondere Weise einen Beitrag zum Verständnis und zur Weiterentwicklung des Mittelstands und von Familienunternehmen leisten.

Preisträger 2019

Veit Gallenberger – Kategorie Bachelorarbeit

Familienunternehmen bergen aufgrund des Zusammenspiels unterschiedlicher sozialer Systeme ein besonderes Potential für Konflikte, welche sich negativ auf das Unternehmen auswirken können. Daher greift Herr Gallenberger mit seiner Arbeit „Intergenerationale Konflikte in Familienunternehmen am Beispiel des Tiroler Tourismus“ ein höchst relevantes Themenfeld auf. Im Rahmen einer qualitativen Untersuchung geht er auf unterschiedliche Konfliktgründe ein und stellt dabei die Bedeutung der Involvierung unterschiedlicher Generationen in den Vordergrund. Aus wissenschaftlicher, wie praktischer Sicht eine lesenswerte Arbeit.

Herr Gallenberger ist selbst in einem Familienunternehmen groß geworden und abolvierte seinen Bachelor in Wirtschaftswissenschaften an der Universität Innsbruck.

 

Simon Kaufmann – Kategorie Masterarbeit

Gerade in Familienunternehmen, welche oft mit Tradition in Verbindung gebracht werden, ist das Thema Innovationen von großem Interesse. Herr Kaufmann greift daher mit Offenen Innovationen in seiner Arbeit „It’s a Match! Verhalten und Selektionskriterien Schweizer Familienunternehmen in offenen Innovationen“ eine aktuelle Fragestellung auf. In seiner qualitativen Untersuchung beleuchtet er insbesondere die Selektionskriterien bei der Wahl der Innovationspartnern. Hier spielen neben harten Faktoren auch Vertrauen und das soziale Kapital eine bedeutende Rolle. Vor dem Hintergrund aktueller Diskussionen eine interessante Arbeit.

Herr Kaufmann absolvierte einen Bachelor in Psychologie und schloss einen Master in Business Administration an der Universität Bern an. Er ist im Projektmanagement eines Verkehrsbetriebes tätig.

Preisträger 2018

Janina Berkmann – Kategorie Bachelorarbeit

Frau Berkmann greift mit der Unternehmensnachfolge in ihrer Bachelorarbeit eine allgegenwärtige Herausforderung für Familienunternehmen auf. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich konkret mit der Rolle von Mitarbeitern in Nachfolgeprozessen in Familienunternehmen. Sie kommt zu dem Schluss, dass Vorgänger und Nachfolger durch richtige Signale, offene Kommunikation und vertrauensvolle Beziehungen die Mitarbeiter auf den Wechsel in der Unternehmensleitung vorbereiten können.

Frau Berkmann absolviert nach einem Bachelor „Business & Management“ zurzeit einen Master „International Business & Management“ am Management Center Innsbruck. Während ihres Studiums war und ist Frau Berkmann in verschiedenen Positionen in den Bereichen Marketing und Eventmanagement tätig.

Nicholas Heidelk – Kategorie Masterarbeit

Der Umgang mit finanziellen Mitteln erfährt in der Familienunternehmensforschung große Aufmerksamkeit. Herr Heidelk greift mit dem Working Capital ein bisher wenig betrachtetes Feld auf. Konkret untersuchte er den Einfluss von Familieneigentum in Unternehmen auf ihr Working Capital Management und konnte hier eine signifikante Korrelation zwischen Familieneigentum und der Länge des Cash Conversion Cycles feststellen.

Herr Heidelk hat nach einem dualen Bachelor-Studium „Business Administration“ einen berufsbegleitenden Master „Global Management & Governance“ mit Schwerpunkt Finance an der HSBA absolviert. Während dieser Zeit war und ist er in verschiedenen Positionen bei dem internationalen Kreditversicherer Euler Hermes tätig.


Die durchweg hohe Qualität der eingereichten Arbeiten hat uns besonders gefreut. Wir haben viele spannende und auch für die unternehmerische Praxis relevante Ergebnisse gesehen. Die Wahl des Siegers fiel uns entsprechend nicht leicht.
– Dr. Jochen Haußer, Partner KPMG –

Familienunternehmen zeichnen sich dadurch aus, dass sie von einer Unternehmerfamilie geführt werden. Das beinhaltet spezifische Probleme. Es ist das Verdienst der eingereichten Arbeiten, die Erkenntnis auf diesem Feld durch konkrete Fallanalysen und durch systematische Überlegungen in aufschlussreicher Weise befördert zu haben.
– Dr. Dirk Meinhold-Heerlein, Partner Esche Schümann Commichau –